20. Juli 2017

Pressemitteilung der Linken Wilhelmshaven zum G20 in Hamburg

Die Mitgliederversammlung vom 17.7. der Linken Wilhelmshaven befasste sich hauptsächlich mit den Ereignissen während des G-20 Gipfels in Hamburg.

Einige GenossInnen hatten an der Demo am Samstag zusammen mit 75 000 anderen teilgenommen. Sie berichteten von der friedlichen Demonstration, bei der ganz vielfältige Transparente zum Ausdruck brachten, dass der Kapitalismus überall in der Welt ungleiche Entwicklungen, Hunger und Kriege produziert. Waffen zu exportieren oder jetzt wieder zusammen mit Frankreich zu entwickeln sei garantiert der falsche Weg, Frieden in der Welt zu schaffen.

Entschieden wurden die polizeilichen Maßnahmen während der Donnerstag Demo ( Welcome to hell) kritisiert, als z.B. das Vermummungsverbot zu 100 % durchgesetzt werden sollte und die Demo dadurch zu lange aufgehalten wurde. Das habe die Stimmung aufgeheizt. Die dadurch ausgelösten Ausschreitungen hätten weltweit die Argumente der friedlichen G-20 Gegner in den Schatten gestellt.Einhellig wurden in der Versammlung die Gewalttaten verurteilt.

Viele der Anwesenden bezeichneten sich selbst als linksradikal, weil sie den Kapitalismus für die Wurzel der meisten Übel dieser Welt hielten und weil sie radikal für soziale Gerechtigkeit, Demokratie, Abrüstung und Frieden einträten. Steine werfen, Gehplatten von den Dächern oder Molotowcocktails, das sei unverantwortlich, ebenso das Plündern von Geschäften oder das Anzünden von Privatautos , unverantwortlich und auf keinen Fall linksradikal.

Zum Abschluss wurde die Hoffnung geäußert, dass die vielen überwiegend von jungen Leuten besuchten Demos dazu führen würden , dass die Menschen ins Grübeln kämen, ob die reichen G 20 Staaten in der Lage oder überhaupt willens seien, die Probleme der 194 Staaten der Welt zu lösen.