11. Mai 2016

Rentenchaos in der Bundesregierung Malochen bis zum Tod

Deutschland droht der Renten-GAU. Es droht eine Lawine der Altersarmut. Seit der rot-grünen Bundesregierung setzt die Regierungspolitik auf schlechte Arbeit und Rentenkürzungen. Während die Unternehmen und Versicherungen von der Teilprivatisierung der Alterssicherung durch die private und betriebliche Vorsorge profitieren, zahlen die Beschäftigten die Rechnung für diese rentenpolitische Irrfahrt. Sie müssen länger arbeiten und versuchen, die Vorsorgelücke durch zusätzliche private Vorsorge zu schließen. Bereits seit längerer Zeit sinken die Rentenzahlbeträge. Die durchschnittliche Erwerbsminderungsrente ist längst unter das Sozialhilfe-Niveau gesunken. Immer mehr Menschen sind auf Grundsicherung im Alter angewiesen. Ihre Zahl hat sich seit 2003 fast verdoppelt. Zugleich müssen immer mehr Rentnerinnen und Rentner einem Mini-Job nachgehen, um ihre klägliche Rente aufzubessern. Und Frauen sind besonders von Altersarmut betroffen. Hauptursachen für die niedrigen Renten von Frauen sind niedrige Löhne und Unterbrechungen der Erwerbsbiografie wegen Kindererziehung und Pflege. An der ungleichen Bezahlung zwischen Männer und Frauen ändert auch der gesetzliche Mindestlohn nichts. Er ist einfach zu niedrig, um Frauen im Alter vor Armut zu schützen. Frauen sind im Schnitt weit entfernt von den in der Rentenpolitik idealtypisch unterstellten 45 Versicherungsjahren. Von den von den Unionsparteien und der SPD in die Diskussion gebrachten Vorschlägen für die Aufstockung niedriger Renten würden die meisten von ihnen nichts haben, da sie die hohen Anspruchsvoraussetzungen nicht erfüllen. Statt solcher Placebos brauchen Frauen eine Politik, die es ihnen ermöglicht eine eigenständige auskömmliche Alterssicherung aufzubauen und die ihnen auch im Fall, dass dies nicht gelingt, im Alter ein Leben in Würde und frei von Armut garantiert. Über Altersarmut und die Lohnungleich bei Männern und Frauen wird MdB Pia Zimmermann (pflegepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag) mit Frank Oltmann (Sozialberater, Arbeitsloseninitiative Wilhemshaven/Friesland) und MdB Cornelia Möhring (Frauenpolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende DIE LINKE im Bundestag) sprechen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an der Diskussion teilzunehmen. Der Eintritt ist frei. 19. Mai 2016 um 18 Uhr Restaurant Akdeniz Bismarckstr. 149 Wilhelmshaven