9. Juli 2016 Florian Wiese via Facebook

Gründung einer Gruppe der Linksjugend Solid in Wilhelmshaven

Moin, Leute. Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende und möchte anbei noch etwas loswerden: Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass wir hier in Wilhelmshaven dabei sind, eine Linksjugend [’solid]zu gründen; wer Interesse daran hat, dabei zu sein, kann sich gerne bei uns melden. Ihr könnt uns eine Privatnachricht schreiben oder einfach einen Kommentar unter diesem Bild schreiben. Dann können wir Euch auch gerne anschreiben. Ganz bald werden wir sogar Räumlichkeiten -vorerst "nur" bis Ende des Wahlkampfes, dem 11.09.-in der Innenstadt zur Verfügung gestellt bekommen, die wir nutzen dürfen, um in direktem Kontakt mit Euch stehen zu können und Veranstaltungen planen zu können. #DieJugendfürWilhelmshaven. Ich denke zwar, dass die meisten Leute -zumindest die, die diese Seite geliked haben- wissen, was mit einer Linksjugend bewirkt werden soll, dennoch habe ich an der Stelle mal einen Text für Euch rausgesucht, in dem ihr genau nachlesen könnt, was Sache ist: "Wer wir sind … Wir sind Azubis, Schüler_innen, Studierende, junge Erwerbstätige und Erwerbslose und engagieren uns gemeinsam gegen die großen und kleinen Ungerechtigkeiten des Alltags. Linksjugend [’solid] ist unsere Plattform, wo junge Menschen selbst Politik machen können – egal, ob sie schon länger dabei sind oder neu einsteigen wollen. Wir greifen ein, denn die Gestaltung unseres Lebens wollen wir nicht Anderen überlassen. Unser Kampf gilt offensichtlichen sowie weniger sichtbaren Herrschafts- und Unterdrückungsverhältnissen, unter denen wir und andere zu leiden haben. Selbstbestimmt wollen wir leben, statt uns von Märkten, Lehrer_innen, vom Staat oder gesellschaftlichen Normen herumkommandieren zu lassen. Viele unserer heutigen Probleme hängen dabei mit der kapitalistisch organisierten Gesellschaftsform zusammen, welche zum Profitstreben zwingt und so Existenzängste, Armut und Naturzerstörung produziert. Was wir wollen… Wir wollen ein schönes Leben für Alle organisieren. Doch ein Gesellschaftsmodell, dessen Antrieb es ist, aus Geld mehr Geld zu machen, steht dem nur im Weg. Heute entscheiden nicht die Menschen, sondern der Markt, wer was wie produziert. Doch seine Logik ist absurd, sie zwingt konkurrierende Unternehmen, den maximalen Profit zu erwirtschaften. Menschen und Natur sind Kostenfaktoren, die dabei beliebig ausgebeutet werden. Die Profiterwartungen entscheiden, ob Getreide zu Nahrung oder Sprit verarbeitet wird. Obwohl immer weniger Arbeit nötig ist, werden die Einen immer stärker belastet und der Rest für überflüssig erklärt. Selbst in den Gewinnerregionen des Weltmarkts sind die Lebensumstände der Mehrheit unsicher und fremdbestimmt. Die Wenigsten wissen, wie sie nächsten Monat die Miete zahlen sollen. Burn-Out und Depressionen sind Volkskrankheiten geworden. Inmitten all dieses Elends bereichern sich einige Wenige am Leid der Anderen, leben in unvorstellbarem Luxus und tun alles dafür, dass sich daran auch in Zukunft nichts ändert. Deshalb reicht es eben nicht, öfter mal zu Fuß zu gehen, statt mit dem Auto zu fahren. Oder dass Alle mal ein bisschen netter zueinander sind. Sondern wir müssen die Gesellschaft anders organisieren, also die Art und Weise, wie entschieden, produziert und verteilt wird, ändern. Dafür müssen wir uns den Betrieb, unsere Städte und Straßen zurückholen. Wir kämpfen für die Demokratisierung aller Lebensbereiche, damit die Menschen über alles, was ihr Leben betrifft, selbst entscheiden können. Doch auch die Befürworter des Bestehenden sind gut organisiert. Nur, wenn wir uns zusammentun, werden wir gehört. Der Kampf für eine andere Gesellschaft beginnt jetzt. Was machst du?"