12. Oktober 2016 Hans-Henning Adler, Oldenburg

Damit DIE LINKE in Niedersachsen stärker wird: Linkes Profil schärfen. Soziale Konflikte führen. Erfolge verbreitern. Parteiaufbau stärken. Mitmachpartei leben. Land gewinnen.”

Ich kann die Einschätzung von Viktor nur voll unterstreichen, will sie aber noch um einen m.E. wichtigen Punkt ergänzen: Dort, wo sich die Partei in der öffentlichen Wahrnehmung zerstritten dargestellt hat ( z.B. Wesermarsch), hat sie verloren oder nicht so stark gewonnen, wie es möglich gewesen wäre (z.B. Göttingen). Das Wahlergebnis ist eine Lektion an diejenigen, die meinen in den innerparteilichen Auseinandersetzungen immer nur die Zuspitzungen suchen zu müssen oder sogar mit Presseerklärungen gegen innerparteiliche Gegner an die Öffentlichkeit gehen. Die Meinung unserer potentiellen Wählerinnen und Wähler ist eindeutig und eigentlich ganz einfach: Sie trauen uns nur etwas zu, wenn wir stark sind und deshalb etwas für sie erreichen können. Ein zerstrittener Haufen ist politisch nicht durchsetzungsfähig. Auch das gute Ergebnis in Oldenburg beweist das, weil wir eben nicht mit Negativ-Schlagzeilen in der Öffentlichkeit präsent waren. Das ist zumindest eine Ursuche für unseren Wahlerfolg. Vielleicht etwas altmodisch ausgedrückt: Einigkeit macht stark. Ist es eigentlich zu viel verlangt, wenn man beansprucht, dass jede Genossin und jeder Genosse einmal kurz innehält , bevor sie oder er einen Text rausschickt und darüber nachdenkt, wie die jeweilige SMS, Facebook-Nachricht oder Presseerklärung bei denjenigen ankommt, deren Interessen wir vertreten wollen? Ich hoffe, dass wir alle in Vorbereitung der Bundestags- und Landtagswahl aus dem ja überwiegend positiven Wahlergebnis gelernt haben.